Atomares Geld stinkt nicht. Wir Österreicher pflegen seit jeher ein kompliziertes Verhältnis zur Atomkraft.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 09. April 2019 (01:21)

Das ging so weit, dass wir einst ein Atomkraftwerk bauten und es nicht einschalteten. Legendär! Anderswo hatte die Atomkraft ein durchaus gutes Image. Hätte es eine Marmeladensorte „atomar“ gegeben, die Menschen hätten sich die ung’schaut auf den Striezel geschmiert. Seit dem Supergau 1986 in Tschernobyl sind die Gefahren halt bekannt.

Unweit der Grenze zu NÖ, in Mochovce, soll jetzt trotzdem ein ramponierter Meiler wieder in Betrieb gehen. Warum? Weil Tschernobyl lange her ist. Und weil sich mit Atomstrom nach wie vor Geld verdienen lässt. Was wir dagegen tun können? Uns empören. Laut und beharrlich.