Fröhlich in den Abgrund. Über unangebrachte Frühlingstemperatur-Jubelmeldungen.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 25. Februar 2020 (05:58)

„Heute erwarten uns wieder tolle Frühlingstemperaturen mit Höchstwerten bis zu 16 Grad“ tönt es morgens fröhlich aus dem Radio. Schön, dass die Temperaturen so hoch sind. Leider ist es aber Februar, nicht April oder Mai.

Daher ist die auf allen Sendern gleichgeschaltete Wetterberichts-Fröhlichkeit anlässlich von Temperaturen jenseits der zehn Grad plus ganz und gar nicht angebracht. Diese Temperaturen mitten im Winter sind nicht angenehm. Sie bringen die Natur aus dem Gleichgewicht, Menschen, Tiere, Pflanzen.

Und sie vermitteln das völlig falsche Bild, dass Schnee und Kälte grundsätzlich „schlechtes Wetter“ bedeuten. Dabei bräuchten wir genau das.