Handy am Steuer: Härtere Strafe. Thomas Vogelleitner über die Verkehrsstatistik 2018: Wir sind am richtigen Weg!

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 08. Januar 2019 (02:07)

Die (vorläufige) Verkehrsstatistik 2018 liegt vor: 99 Personen starben in Niederösterreich – um sechs mehr als 2017. Das tut natürlich weh, wenngleich es der zweitniedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950 ist. Zugleich darf man nicht vergessen, dass das Verkehrsaufkommen steigt und steigt und steigt.

Verkehrsminister Norbert Hofer hat ein großes Ziel: „Keine Toten im Straßenverkehr!“ Naja, das wäre schön, ist aber so gut wie nicht machbar. Denn trotz toller Leistungen von Autoherstellern, Straßenbauern, Exekutive & Co. bleibt das „Restrisiko Mensch“. So ist die Ablenkung die Hauptunfallursache. Wer ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, reagiert laut Experten wie ein Lenker mit 0,8 Promille. Handy am Steuer kann tödlich sein. Deshalb muss eine härtere Strafe her (eine Geldstrafe allein reicht nicht mehr). Eine Strafe wie bei einem Lenker mit 0,8 Promille. Das heißt: Führerscheinentzug auf Zeit … 

Das bevorstehende automatisierte Fahren bietet die Chance, den Straßenverkehr noch sicherer zu machen. Aber da gibt es noch viel zu tun. Vor allem dürfen wir bei all der Technik auch dabei den Menschen nicht vergessen. Denn letztlich kommt es immer auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmer an.