Hans Jörg Schellings Rückkehr in die Politik. Martin Gebhart über den neuen Finanzminister der ÖVP.

Von Martin Gebhart. Erstellt am 01. September 2014 (08:35)
NOEN, Franz Baldauf

Als der Name von Hans Jörg Schelling als der neue Finanzminister der ÖVP erstmals in der Öffentlichkeit auftauchte, war sofort in fast allen Medien zu lesen, dass Niederösterreich gegen diese Bestellung sei. Was in dieser Vereinfachung absolut nicht gestimmt hat. Vor allem der Wirtschaftsbund des Landes hat den ehemaligen Lutz-Manager stark forciert, dort sitzt er auch im Präsidium. Der NÖAAB forcierte eher den Universitätsprofessor Gottfried Haber. Nicht zuletzt, weil er mit ihm ein Steuermodell ausgearbeitet hat.

Es war also weniger die Frage alter Konflikte aus seiner Zeit als Stadt-, Landes- und Bundespolitiker in Niederösterreich sowie der Auseinandersetzung rund um die Landeskliniken als die Interessen der Bünde, die zu vielen – teilweise heftigen – Telefonaten führten. Wobei das für Landeshauptmann Erwin Pröll keine entscheidende Rolle spielte. Ihm war wichtiger, wie der neue Bundesparteiobmann seine Politik anlegt, was am Samstag in einem intensiven Gespräch ausdiskutiert wurde. Die Zustimmung zu Hans Jörg Schelling war die logische Folge des Gesprächs. Und auch wenn das wirklich nicht entscheidend war, muss es doch gesagt werden: Mit Hans Jörg Schelling führt wieder ein Niederösterreicher das Finanzministerium.