Hundehalter: Wie viele Pflichten sind sinnvoll?. Über den Plan von FPÖ-Tierschutz-Landesrat Gottfried Waldhäusl, künftig Hundebesitzer stärker in die Pflicht zu nehmen.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 29. Juli 2020 (05:06)

Mit einer geplanten Novelle zum Hundehaltegesetz möchte Landesrat Gottfried Waldhäusl das Problem vom anderen Ende der Leine her angehen, sprich: vom Besitzer. Ende 2019 wurde die Leinen- und Beißkorbpflicht ausgeweitet, laut Waldhäusl sind Beißattacken seither zurückgegangen.

Mit einer weiteren Novelle sollen nun potenzielle Hundebesitzer in die Pflicht genommen werden: Schon vor dem Ankauf eines Vierbeiners soll es verpflichtende Beratungsgespräche geben, um herauszufinden, ob Wunschhund und zukünftiger Besitzer zusammenpassen. Neben Pflichtkursen soll ein Hundepass sowohl über Untersuchungen als auch über Auffälligkeiten des Tieres informieren. Grundsätzlich alles Punkte, die man aufs Erste befürworten könnte.

Aber es stellen sich bei näherer Betrachtung viele Fragen: Wie niederschwellig ist das Angebot? Kann Personen die Haltung bestimmter Hunde einfach verboten werden? Was, wenn es älteren Menschen, die in ihrem Taschenhund einen Begleiter fürs Leben haben, nicht möglich ist, Kurse zu besuchen? Was werden die geplanten Verpflichtungen kosten? Wesentlich ist, dass die Novelle, sofern sie kommt, nicht dazu führt, dass Tierheime wieder übergehen, wie es bei den Listenhunden der Fall war.