Im WM-Fieber. Frenkie Schinkels über den WM-Auftakt.

Von Frenkie Schinkels. Erstellt am 16. Juni 2014 (11:27)

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich vor einigen Tagen noch überhaupt nicht in WM-Stimmung war. Zu viel schlug sich bei mir aufs Gemüt: die Unruhen in der brasilianischen Bevölkerung, die Unsicherheit darüber, ob die Stadien rechtzeitig fertig werden. 

Dazu die ständigen Korruptionsgerüchte in der FIFA. Jetzt bin ich aber voller Euphorie und ich weiß auch warum. Der Fußball – und nicht das ganze Drumherum – hat mich begeistert. In den ersten WM-Tagen wurden wir mit tollen Spielen, vielen Toren und guter Stimmung in den Stadien verwöhnt.

Auffallend war, dass sehr viele Tore aus Weitschüssen fielen. Das ist einfach ein gutes Mittel, um tief stehende Abwehrreihen zu knacken. Und es bewahrheitet sich, was ich immer predige: Nur wer aufs Tor schießt, kann auch eines erzielen.

Negativ waren in den ersten Tagen natürlich die Schiedsrichterleistungen. Da können wir tagelang über den Videobeweis diskutieren, aber ein Fehler wie der Elferpfiff gegen Kroatien darf einfach nicht passieren. Was mich dann noch mehr ärgerte, war die Reaktion von Schiedsrichterboss Massimo Busacca, der den Elferpfiff auch noch verteidigte. Da lobe ich mir die Reaktion von Torhüter Iker Casillas, der sich für seinen Fehler gegen Holland bei den spanischen Fans entschuldigte.