Kein Platz für Schwalben.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 19. Juni 2018 (02:15)

„Denn eine Schwalbe macht noch keinen Frühling“, sagte einst der Grieche Aristoteles; bei uns, nördlich also, wird diese Erkenntnis meist mit „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ wiedergegeben. Mag schon sein; aber keine Schwalbe ist die falsche Alternative. Dorthin aber sind wir auf dem besten Weg.

Die Schwalben werden bei uns deutlich weniger. Vor zwanzig Jahren waren es noch doppelt so viele. Bezüglich der Ursachen dürfen wir uns selbst auf die Schultern klopfen. Die Versiegelung der Böden nimmt den Tieren die Möglichkeit, im lehmig-feuchten Grund Nistmaterial zu sammeln; das große Insektensterben raubt ihnen die Nahrung.

Und wenn einmal alles passt, findet sich sicher ein Tierfeind, der die Brutplätze zerstört. Schwalbennester tun der Sauberkeit von Wänden und Böden nämlich gar nicht gut.

Mit der Schöpfung schaut’s finster aus. Wenn wir nicht einmal mehr den netten Vögeln ein bisserl Lebensraum lassen.