Klimaziele: Es geht nicht ohne Kompromiss. Gerti Süss über die neuenKlimaziele der EU, die aufkeiner Seite zu Jubel führten.

Von Gerti Süss. Erstellt am 27. Oktober 2014 (09:50)

Nachdem die EU vergangene Woche die Klimaziele nach oben geschraubt hatte, wird auf mehreren Seiten gejammert: Die Industriellenvereinigung warnt vor Unternehmensabwanderungen,

Global 2000 spricht hingegen von einem „Kniefall vor der Industrie“. Hier kann es keine Sieger geben, denn: Wir brauchen beides – einerseits wichtige Beiträge zum Klimaschutz, andererseits einen attraktiven Industriestandort, damit die Jobs nicht ans Ausland verloren gehen.

Niederösterreich ist hier auf einem guten Weg, indem es etwa kräftig in Erneuerbare Energien investiert. Und auch die Industrie setzt immer mehr auf energieeffiziente und nachhaltige Produktion. Der Klimawandel ist schließlich nicht wegzuleugnen, wie alleine die Hochwasserkatastrophen der vergangenen Jahre zeigen. Ohne Industrie kommt Niederösterreich aber auch nicht weiter – ist sie doch ein wichtiger Wachstumstreiber.

Ein Kompromiss wie dieser war zwar dringend nötig, aber nur der erste Schritt. Was es braucht, sind weltweite Standards. Umso schwieriger, aber auch umso wichtiger wird es daher, beim Weltklimagipfel 2015 ebenfalls einen Kompromiss zu finden.