Alles zu – und was kommt dann?. Über österliche Ruhe, kulturelle Stille und noch immer kein (Auferstehungs-)Licht für die heimische Kultur.

Von Michaela Fleck. Erstellt am 31. März 2021 (05:08)

„Ruhig“ soll es werden, zu Ostern, im Osten. Und zwar für alle. In der Kultur kennt man das schon. Da ist es schon seit Monaten nicht „ruhig“, sondern still. Und dunkel ist es auch. Und während die einen noch immer und immer wieder ihre Gäste vertrösten und ihre Premieren verschieben, sagen die anderen gleich ganze Monate ab (St. Pöltens Festspielhaus zuletzt den April, Badens Stadttheater am Montag auch gleich den ganzen Mai) und streamen statt spielen.

Und während die einen nach wie vor auf den Sommer hoffen, gehen die anderen vor Gericht. Genauer: vor den Verfassungsgerichtshof. Der soll nun klären, ob das Zusperren der Kultur überhaupt rechtens war oder besser: ist. Wenn das nichts hilft, könnte man, also: die Kultur, immer noch auf die Straße gehen. Könnte. Denn selbst die für den Welttag des Theaters geplante „Kunstgebung“ – als Lebenszeichen und Hilferuf einer ganzen Branche – musste in letzter Sekunde wieder abgesagt werden.

Um eines jedenfalls kommt keiner herum: Die Kultur liegt in Österreich schon längst auf der Intensivstation. Und der Kultur helfen weder (Mehrfach-)Tests noch (Zweifach-)Impfungen. Die Kultur braucht vor allem eines: eine klare Perspektive. Sonst kann da auch die beste Beatmungsmaschine bald nichts mehr machen…