Der falsche Weg. Frenkie Schinkels über die Reformpläne für die Champions League.

Von Frenkie Schinkels. Erstellt am 20. September 2016 (06:04)

Die angekündigte Reform der Champions League ist eine ganz gefährliche Sache. Zukünftig sollen die vier größten Fußballligen ja vier Fixstartplätze für die Gruppenphase bekommen. Natürlich zulasten der kleinen Nationen. Es geht ums liebe Geld und um sonst gar nichts! Die Reichen sollen immer reicher werden und die Armen immer ärmer. Dabei haben die Macher dieser Reform vielleicht an morgen gedacht, nicht aber an übermorgen.

Ein entscheidender Aspekt im Fußball ist, dass vermeintlich kleine Mannschaften größere schlagen können. Sensationen sind das Salz in der Suppe. Wenn es aber nur noch die großen Brocken in der Suppe gibt, dann schmeckt die bald nur noch fad!

In 95 Prozent der Fälle treffen sich im April und Mai jedes Jahr ohnehin Barcelona, Real, Bayern & Co. am Ende zum großen Showdown. Wenn aber nur noch die Top-Klubs gegeneinander spielen, dann wird das bald niemanden mehr interessieren.

Für Österreichs Klubs ist jetzt schon meistens die Europa League das Höchste der Gefühle. Die Auftritte von Rapid und Austria waren dabei durchaus erfreulich. Überragend war das Tor von Kevin Friesenbichler zum zwischenzeitigen 2:1 gegen Astra Giurgiu. Dieses Zaubertor wurde in den Medien fast ein bisschen zu wenig gewürdigt. Da schickt sich ein Stürmer an, vielleicht irgendwann in die Fußstapfen von Marc Janko zu treten. Notwendig wär’s längst!