Die Regionen als PR-Helfer der EU. Über den Gewinn der EU für ihre Bürger und das Versäumnis, diesen zu kommunizieren.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 15. Oktober 2019 (02:41)

Brüssel. In den Köpfen existieren Bilder von riesigen Beamten-Burgen und Politikern, die sich (vermeintlich) lächerliche Verordnungen ausdenken – über den Bräunungsgrad für Pommes oder die Krümmung von Gurken. Und auch, wenn man der EU positiv gegenübersteht, ist ihre Hauptstadt oft vor allem eins: weit weg. Was uns die dort gefassten Beschlüsse bringen, ist oft schwer zu erkennen.

Dabei wäre die Liste lang – allein in NÖ: Die EU unterstützt das Land mit Millionen-Förderungen. Sie hilft bei Katastrophen: Als 2013 im Donauraum die Häuser unter Wasser standen, etwa mit 22 Millionen Euro. Und selbst direkt vor der Haustür kann man ein Stück EU erkennen: in einem neuen Ausflugsziel etwa, das als LEADER-Projekt umgesetzt wurde.

Woran es scheitert, ist die Kommunikation. Das zeigte sich auch beim Europaforum Wachau. Der Bürgerbeteiligungsprozess ergab, dass sich die Niederösterreicher mehr Infos über EU-Projekte wünschen.

„Brüssel“ schafft es mit unnahbarem Image und unverständlicher Sprache oft nicht, den Bürgern diese zu bieten. Besser gelingen kann das den Regionen. Sie können die EU greifbar machen. Zum Beispiel, indem sie EU-Projekte klar als diese ausweisen, anstatt sie sich auf die eigenen Fahnen zu heften.