Hoffen auf die Blüte. Über St. Pöltens Lösung auf der Trainerbank.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 18. Juni 2019 (04:57)

Wer hatte vor drei Jahren Marco Rose auf der Rechnung? Und jetzt? Da konnte sich der Salzburg-Coach seine Brötchengeber aus einem illustren Kreis von Spitzenklubs aussuchen. Hat nun der SKN St. Pölten seinen eigenen Marco Rose gefunden?

Durch die Hände von Alexander Schmidt gingen Juwelen wie Lars und Sven Bender, Kevin Volland oder nunmehrige Meisterkicker der Salzburger U18. Wie Rose holte sich Schmidt den letzten Schliff in der hochklassigen Nachwuchsabteilung der „Bullen“.

Wer sich wie die Wölfe das Thema Spielerentwicklung auf die Fahnen geschrieben hat, sollte mit einem solchen Mann gut fahren. Hinter der Bestellung von Alexander Schmidt zum Chefcoach steckt viel Hoffnung, viel Fantasie. Denn im Kampfmannschaftsbereich ist der gebürtige Augsburger noch ein unbeschriebenes Blatt. Was, wie Roses Beispiel zeigt, nichts heißen muss. St. Pöltner Kicker wie Luca Meisl, Luan oder auch U21-Teamspieler Sandro Ingolitsch sind durch die Salzburger Schule gegangen. Sie dürften mit Schmidts Philosophie auf Anhieb zurechtkommen. Und dass der neue „Leitwolf“ in der Akademie-Szene national wie international bestens vernetzt ist, wird für die St. Pöltner wohl auch nicht von Nachteil sein.

Schmidt ist noch kein Rose, aber jedenfalls eine vielversprechende Knospe. Geduld und Zeit sind für die Entwicklung unabdingbar. Dass ihm diese auch gewährt wird, ist dem neuen Coach zu wünschen. Auf dass die Knospe bei den St. Pöltnern aufblüht.