Im Krisenmodus angekommen. Über den lernfähigen NÖ Fußballverband.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 05. Mai 2021 (05:26)

Die Eckpunkte für die nahe Zukunft des Amateurfußballs stehen fest. Und einmal mehr gehen die einzelnen Landesverbände unterschiedliche Wege.

Die Bundesregierung verlautbarte vor einer Woche, dass ab 19. Mai (unter Auflagen) wieder Fußball gespielt werden darf. Am Freitag tagte der Vorstand des NÖ-Fußballverbandes und zurrte den Saisonstart 2021/22 mit dem Wochenende 14./15. August fest.

Weil zum Beispiel die Burgenländer bereits zwei Wochen früher beginnen, hagelte es prompt Kritik. Der Verband würde Zeit vergeuden, die dann fehle, falls es im Herbst wieder zu einem Lockdown käme.

Das Argument ist evident, noch stichhaltiger sind aber die Gründe, die für einen Saisonstart Mitte August sprechen: Mehr Spielraum, um Urlaube und Saisonvorbereitung unter einen Hut zu bringen, und vor allem mutmaßlich eine deutlich höhere Durchimpfungsrate, die für mehr Planungssicherheit bei Kickern und Zuschauern sorgen soll.

Die Debatten werden von Fußballfans und -kennern weiter sehr emotional geführt. Das zeugt davon, wie aufgewühlt die Szene nach wie vor ist. Der Fußballverband befeuerte mit manch zweifelhafter Entscheidung lange Zeit diese Unruhe. Seit einigen Wochen ist der NÖFV aber im Krisenmodus angekommen. Mehr und mehr werden Dinge zu Ende gedacht und den Vereinen die nötigen Eckpfeiler an die Hand gegeben, die Planungssicherheit verheißen. Besser spät als nie.