Langsam sollten die Transferkracher zünden. Bernhard Schiesser über den Saisonstart des SKN St. Pölten.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 06. September 2016 (06:23)

Der Saisonstart in der Tipico Bundesliga war für Aufsteiger SKN St. Pölten zwar keine komplette Katastrophe, vor allem die „Gruselleistung“ vor einer Woche in Mattersburg lässt aber langsam die Alarmglocken schrillen.

Dabei hofften viele auf den viel zitierten Aufsteiger-Bonus. Dass die St. Pöltner derzeit eher im Malus sind, liegt daran, dass mit Cheikhou Dieng der auffälligste Spieler der Meistersaison verkauft wurde und von den mittlerweile zehn Neuzugängen kaum einer überzeugte. Sportmanager Frenkie Schinkels ging mit seiner Transferpolitik hohes Risiko ein, auch persönliches.

Der gebürtige Holländer holte hauptsächlich Kicker, die keiner kennt und sich entwickeln sollen. Darunter mit Heerings, Lumu und Luckassen auch drei Holländer, die spielen, als hätten sie noch ihre Holzpantoffel an. Bleibt das so, dann wird Schinkels für dieses Trio ganz alleine zur Rechenschaft gezogen.

Er hätte es sich mit drei, vier Sicherheitstransfers deutlich einfacher machen können. Innenverteidiger Mario Sonnleitner und Stürmer Tomi stehen bei Rapid am Abstellgleis, Ex-Sturm-Mittelfeldspieler Anel Hadzic wechselte eben zu Videoton nach Ungarn. Das wäre eine Achse, die dem SKN momentan gut zu Gesicht stehen würde.