Luft nach oben. Über die NÖ-Athleten bei der WM in Doha.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 08. Oktober 2019 (08:14)

Der österreichische Leichtathletikverband jubelt über die erfolgreichste Weltmeisterschaft seiner Geschichte. Zweimal Bronze – durch Siebenkämpferin Verena Preiner und Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger – stehen für Rot-weiß-Rot zu Buche. Das NÖ-Quartett fährt indessen mit gemischten Gefühlen von der arabischen Halbinsel nach Hause.

Schmerz und Enttäuschung überwiegen bei Ivona Dadic. Gut 6.600 Punkte hätte sie nach den Vorbereitungswettkämpfen draufgehabt. Dass das Titelrennen für sie schon nach wenigen Hürden vorbei war, ist einfach nur bitter. Monatelang hat sich die 25-Jährige mit ihrem Betreuerteam auf dieses Großereignis vorbereitet, binnen Sekundenbruchteilen machte eine Zerrung alles zunichte. Da braucht’s enorme mentale Stärke, um das schnell abzuhaken. Denn Olympia 2020 steht praktisch vor der Tür.

Tokio ist auch für Beate Schrott das große Ziel. Die 31-Jährige hat die Erwartungen bei der WM mehr als nur erfüllt. Schrott kam in die Nähe ihrer Saisonbestmarke, qualifizierte sich fürs Semifinale. Kann sie daran anknüpfen, steht einem würdigen Abschied von der internationalen Bühne im kommenden Jahr nichts entgegen.

SVS-Ass Lemawork Ketema gehört zu den WM-Pechvögeln. Eine alte Verletzung meldete sich nach den ersten Kilometern, der gebürtige Äthiopier quälte sich mit bewundernswertem Kampfgeist über die volle Marathondistanz. Für Speerwerferin Victoria Hudson war die erste WM eine „Lehrstunde“. Auch sie hat viel Luft nach oben.