Mehr Ausbildung für die Aufklärung. Über Sexualkunde schon für die Jüngsten und die Frage, wer sie unterrichten sollte.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 17. September 2019 (02:30)

Eltern fallen oft aus allen Wolken. Schon in der Volksschule sollen ihre Kinder über Sexualität lernen. „Das interessiert meinen Sohn ja noch nicht“ oder „Meine Tochter soll nicht auf dumme Ideen kommen“ sind oft die Reaktionen – auch in der medialen Debatte, ausgelöst vom Verein TeenSTAR mit Sitz in NÖ.

„Das Anbahnen von Wissen über eine positive Einstellung gegenüber der menschlichen Sexualität“ ist im Lehrplan jedoch klar verankert. Und die Bedeutung dessen – in Zeiten, in denen sich ein Neunjähriger im Netz ansehen kann, was er möchte – auch nicht zu unterschätzen. Offen bleibt die Frage, wer den Sexualkunde-Unterricht übernehmen soll. Externe Personen, weil Kinder mit ihnen offener reden, sagt die eine Seite. Die andere will das Thema, um es von bestimmten Werten loszulösen, künftig ganz den Lehrern überlassen.

Entscheiden, was für die jeweilige Klasse nun das Richtige ist, können Letztere wohl am besten. Offizielle Richtlinien für Inhalte und Unterlagen braucht es trotzdem. Genau wie eine verstärkte (Lehrer-)Ausbildung in diesem Bereich. Mit dem Thema befassen müssen sich diese schließlich in jedem Fall: Wenn sie die Arbeit eines Vereins vor- und nachbereiten; noch mehr, wenn sie den Sexualkunde-Unterricht gänzlich selbst übernehmen.

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