Pläne gehören auf den Tisch. Über die Tipico Bundesliga.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 08. April 2020 (04:30)

Am Montag verkündete die Bundesregierung, dass bis Ende Juni keine Veranstaltungen stattfinden dürfen. Ob das auch mögliche Bundesliga-Spiele betrifft, die ohne Zuschauer stattfinden könnten, blieb zunächst (Stand Montagabend) unklar.

Spätestens bis zur nächsten Klubkonferenz am 16. April sollte sich in den wesentlichen Punkten abzeichnen, was der Profifußball in den nächsten Wochen darf und was nicht.
Da müssen dann auch Entscheidungen her, wie die Liga mit der Vergabe der Europacupplätze, der Abstiegsfrage und einer vielleicht nötigen Aufstockung der Liga umgeht. Genau über diese Punkte wurde zuletzt diskutiert und gestritten, weil klarerweise Einzelinteressen die Oberhand gewannen.

Klarheit würde diese Spekulationen mit einem Schlag beenden. Wenn A, dann B. Wenn C, dann D – alle Szenarien gehören durchgespielt und benannt. Zugegeben, bislang waren es derer zu viele, um nicht noch für mehr Verwirrung zu sorgen. Jetzt kann sich die Bundesliga aber daran machen, Nägel mit Köpfen zu machen.

Wenn die Saison fertig gespielt werden kann, bleiben ohnehin keine wesentlichen Fragen offen. Wenn nicht, dann braucht es für dieses Szenario einen validen Plan. Das wirtschaftliche Wohl und Weh der Klubs ist davon abhängig.

Zu behaupten, dass sich der Sport in Zeiten der Coronakrise hinten anstellen muss, stimmt nur bedingt. Klar geht es zuallererst um Menschenleben, dann aber schon recht bald auch um die Wirtschaft. Profiklubs sind mittlerweile eben gar nicht so kleine Wirtschaftsbetriebe mit vielen Angestellten.