Risiken kennen, um Rausch zu vermeiden. Über den strengeren Jugendschutz und den Wert präventiver Maßnahmen.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 17. März 2020 (02:12)

Das neue Jugendgesetz feierte gerade seinen ersten Geburtstag. Gäbe es dazu eine Party, wären harter Alkohol und Zigaretten für unter 18-Jährige dort tabu – zumindest, wenn man davon ausgeht, dass sie sich an die verschärften Bestimmungen halten.

Für die Politik hat sich das länderübergreifend großteils vereinheitlichte Gesetz bewährt. Dem Jugendschutz ist durch die neuen Vorschriften mehr Aufmerksamkeit geschenkt worden. Kontrollen wurden intensiviert.

Damit ist im vergangenen Jahr viel passiert. Mit der Anhebung des Mindestalters für Schnaps und Zigaretten auf 18 Jahre wurde ein wichtiges Signal gesetzt. Und sicher sind Suchtmittel für Jugendliche so auch schwerer verfügbar geworden. Vormachen sollte man sich aber nichts: Wenn Jugendliche trinken oder rauchen wollen, werden sie einen Weg finden – trotz verschärfter Bestimmungen.

Notwendig wird es daher sein, ihnen die Gefahren zu verdeutlichen, die das mit sich bringen kann. Dazu hat das Land Präventivmaßnahmen gestartet. Den Fokus wird man darauf auch über den ersten Geburtstag des Gesetzes hinaus legen müssen. Denn schützen müssen sich Jugendliche auch selbst. Und das geht nur, wenn sie die Risiken kennen und so die Notwendigkeit des Gesetzes begreifen.