Schlauer werden ist nicht verboten. Über das wenig flexible Handeln des NÖ Fußballverbandes.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 24. Februar 2021 (05:29)

Der ÖFB im Allgemeinen und der NÖFV im Speziellen wurden zuletzt scharf kritisiert. Vieles, das sich vor allem in den sozialen Netzwerken abspielte, war nicht ganz fair. Dafür, dass zurzeit nicht Fußball gespielt werden darf, können die Verbände jedenfalls nichts. Und wer moniert, die Funktionäre von Leo Windtner abwärts hätten bei der Politik mehr Druck ausüben müssen, dem sei gesagt: Das hätten auch parteinahere Vertreter anderer Branchen schon versucht und sind gescheitert. Kurzum: Die Politik hat (hoffentlich) gute Gründe, um den Fußball weiter geschlossen zu halten.

Für den NÖFV tut sich damit übrigens ein Mondfenster auf, um das, wofür er wiederum zurecht kritisiert wurde, recht galant zu lösen. Auch wenn noch nicht genau feststeht, wann die Politik das Fußballspielen wieder erlaubt, zeichnet sich ab, dass sich nicht viel mehr als die Hinrunde ausgehen wird. Warum also nicht festlegen, dass in diesem Frühjahr ausschließlich die Hinrunde fertig gespielt wird? Die Vorteile sind klar: Der Einsatz der viel kritisierten Quotientenregel wird nicht notwendig. Und wenn sich der Verband schon auf Absteiger versteift hat, dann wäre das noch der fairste Weg, diese zu bestimmen.

Wird spannend, ob die Verbandsfunktionäre es diesmal zulassen, über Nacht schlauer zu werden und davon ihr Handeln ableiten. Oder es gilt halt wieder das Credo „Jetzt hamma ja schon g‘sagt, dass wir es so machen!“