Vollbrand ohne Feuerwehrmann. Über die bislang ergebnislose Trainersuche des SKN St. Pölten.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 27. April 2021 (09:16)

Das sage noch mal einer, die NÖ-Bundesligisten seien graue Mäuse! Was sich in den Stunden nach der Samstag-Runde abspielte, war filmreif. Zumindest.

Schlusslicht St. Pölten wollte offenbar Trainer Klaus Schmidt als Retter verpflichten. Der bekam zwar vor etwas mehr als einem Jahr und recht überraschend bei der Admira vom damaligen „head of global soccer“ Felix Magath den Weisel. Weil er in der Südstadt aber noch immer unter Vertrag steht, setzten ihn die Admiraner gleich selber auf die Bank.

Die Admira holte sich quasi prophylaktisch Rat und Hilfe bei der innerbetrieblichen Berufsfeuerwehr. Dabei ist es der SKN, der sportlich in Vollbrand steht. Dort setzte sich Sportdirektor Georg Zellhofer vor drei Wochen freiwillig den Feuerwehrhelm auf. Löschkompetenz? Gleich null.

Zellhofer wirkt frustriert, energie- und ideenlos. Immerhin – das dürfte er sich mittlerweile auch selbst eingestehen und sucht händeringend seinen eigenen Nachfolger. Dass sich der erst im Sommer gekommene 60-Jährige mit seinem missglückten Trainer-Intermezzo auch als Sportdirektor beschädigte, ist evident, vorerst aber unwichtig.

Was jetzt zählt, ist dieser eine letzte Versuch, einen Trainer zu finden, der bei dieser zweifellos talentierten Mannschaft die richtigen Knöpfe drückt. Möglich ist das noch immer, weil sich abzeichnet, dass es für den Tabellenletzten das Hintertürchen über die Relegation geben wird.