Wenige Wochen können nicht alles retten. Über die letzten Wochen bis zum Schulschluss und die Notwendigkeit der Vorbereitung, Unterstützung und Förderung für die Zeit danach.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 12. Mai 2021 (05:49)

Eineinhalb Monate vor den Sommerferien gibt es am Montag noch einmal einen ersten Schultag. Alle Kinder und Jugendlichen werden dann wieder gemeinsam in den Klassen unterrichtet. Mit regelmäßigen Tests, Masken und Co. soll der Normalbetrieb gelingen – bis es am 2. Juli heißt: „Durchatmen, Ferien!“.

Für Politiker und alle Schul-Experten muss die Arbeit dann aber weitergehen. Denn in sechs Wochen wird es nicht gelingen, entstandene Bildungslücken zu schließen. Ebenso wenig wird man alle Probleme lösen können, die sich durch das Distance Learning oder Kontaktverbot ergeben haben. Notwendig sind daher klare Konzepte – für den Herbst und darüber hinaus.

Die müssen auf der einen Seite einen nachvollziehbaren Plan beinhalten, wie man im Falle einer neuerlichen Welle vorgeht – bei aller Hoffnung, dass die Impfung diese verhindern wird. Auf der anderen Seite braucht es Unterstützung für Kinder und Familien. Fachlich durch Förderstunden oder Angebote wie die Sommerschule. Emotional durch Schulpsychologie und Sozialarbeit.

Denn auch, wenn der Normalbetrieb funktioniert, die vergangenen 15 Monate haben Spuren hinterlassen. Entscheidend werden deshalb nicht nur die berühmten nächsten Wochen sein. Entscheidend werden die nächsten Jahre.