Zweimal hartes Brot zum Frühstück. Bernhard Schiesser über die Saisonstarts des SKN St. Pölten und der Admira.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 20. September 2016 (05:02)

Eine spielerisch starke, hochveranlagte Truppe, die dort anschließt, wo sie in der Vorsaison aufgehört hat – so erwarteten viele die Admira. Ein von der Euphorie getragener Aufsteiger, der wie andere Liganeulinge zuvor für Überraschungen am Fließband sorgt – diese Rolle war dem SKN St. Pölten zugedacht.

Gekommen ist es anders. Nach einem knappen Viertel der Meisterschaft sieht die Zwischenbilanz verheerend aus. Beide NÖ-Bundesligisten laufen nicht nur den öffentlichen Einschätzungen, sondern auch den eigenen Ansprüchen hinterher.

Dabei war die Leistung des SKN in Wolfsberg ein Silberstreif am Horizont. Die St. Pöltner waren dank kämpferischer Note erstmals im Oberhaus ihrem Gegner überlegen und holten bei den als heimstark bekannten Kärntnern hochverdient einen Punkt. Der Aufsteiger dürfte nach zuletzt erschreckend schwachen Leistungen endlich aufgewacht sein.

Zumindest das hat St. Pölten der Admira voraus. In der Südstadt scheinen manche immer noch vom Europacup zu träumen. Mit beängstigender Sorglosigkeit lief die Lederer-Elf gegen den WAC, Salzburg und Sturm dreimal in Serie in Debakel. Die Realität heißt längst Abstiegskampf. Guten Morgen!