Lebensfreude. Abt Georg Wilfinger (Stift Melk) über den Schulbeginn in NÖ.

Von Georg Wilfinger. Erstellt am 01. September 2014 (08:40)
NOEN

In Niederösterreich hat am Montag das neue Schuljahr 2014/2015 begonnen. Für viele, die das erste Mal zur Schule kamen, und für jene, die eine Schule gewechselt haben, ist es ein besonderes Erlebnis, eine Umstellung, eine Herausforderung, auch für die Eltern. Diesen Schülerinnen und Schülern gilt unsere besondere Aufmerksamkeit. Ihnen und letztlich allen, die in das neue Schuljahr starten, wünschen wir, dass sie trotz allem – dem frühen Aufstehen, dem In-Der-Klasse-Sitzen, Zuhören, Lernen und Aufgaben erfüllen – ständig neu und mit Freude dabei sind. So funktioniert alles ganz einfach besser: die Klassengemeinschaft, das eigene Weiterkommen, die Anstrengung und Überwindung beim Erfüllen der Aufgaben in der Schule, und auch dann im Zuhause und vieles mehr.

Wir wissen es alle, dass diese Freude unser ganzes Leben beeinflusst und Schwung und Begeisterung schenkt, uns über schwierige Situationen leichter hinweg hilft. Wir wissen es, beherzigen es oft zu wenig, sondern lassen uns vom Alltag, von Menschen, von Aufgaben und Terminen, vom Ärger – oft über Kleinigkeiten – unterkriegen. Was ich da schreibe, klingt als Binsenweisheit und nichts Neues.

Doch ich möchte uns motivieren, mit dieser Freude ansteckend zu wirken, auf alle, mit denen wir leben und zu tun haben, besonders jetzt zu Schulbeginn, eben auf die Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und dann auch auf die Menschen, die gerade mit vielem zu kämpfen haben, sich einsam fühlen oder keine Arbeit finden, Menschen, die mit einer Situation nicht fertig werden und vielem mehr.

Diese Lebensfreude möge uns alle immer wieder neu erfüllen, sie wird uns auch ständig neu geschenkt. Achten wir darauf im täglichen Leben.