Dauerhaft abnehmen!. Über das Ende der Maskenpflicht, die notwendige Erleichterungen bringt, aber auch Risiken in sich birgt.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 03. Juni 2020 (02:53)

Ein Land nimmt die Masken ab. Zwei Monate, nachdem die Regierung am Höhepunkt der Coronakrise das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes verordnet hat, ist der leidige Begleiter bald wieder Geschichte. So dürfen Schüler und Lehrer schon nach Pfingsten wieder unmaskiert die Klassen betreten. Ab 15. Juni verschwindet der Lappen bis auf wenige Ausnahmen wie Öffis, im Gesundheitsbereich und vereinzelt bei Dienstleistern komplett.

Auch wenn zuletzt viel über diese Lockerung diskutiert wurde, kam die Aufhebung der Maskenpflicht doch überraschend schnell. Das verdeutlicht, dass der Druck auf die Bundesregierung immer größer wurde. So diszipliniert die Bevölkerung nach dem Shutdown war, so sehr drängt sie jetzt nach weiteren Öffnungen.

Denn mit der stetig sinkenden Anzahl an Infizierten fehlt (zum Glück) immer mehr die Verhältnismäßigkeit für drakonische Maßnahmen. Deren Auswirkungen hat vor allem die Wirtschaft schmerzlich zu spüren bekommen. Der Mund-Nasen-Schutz, an dessen Sinnhaftigkeit sich seit Beginn der Pandemie die Geister scheiden, hat bis dato ganz augenscheinlich eine Rückkehr zur Normalität verhindert. Die neue Situation bietet nun auch für die nach der Öffnung nur schleppend angelaufene Gastronomie eine Chance, das für den Normalbetrieb nötige Flair zurückzugewinnen. Doch darin verbirgt sich auch die Gefahr der Leichtsinnigkeit. Denn das Virus ist noch nicht besiegt.

Deshalb ist vor allem mit den bevorstehenden Grenzöffnungen viel Disziplin und Eigenverantwortung in der Bevölkerung nötig. Denn nur wenn die Zahlen stabil niedrig bleiben und eine zweite Welle verhindert wird, können wir die Masken auch dauerhaft beiseitelegen.

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