Die Klimakrise ist jetzt. Über die Häufung von Naturkatastrophen und die Lehren daraus.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 21. Juli 2021 (05:39)

Als Greta Thunberg mit ihren Schulstreiks vor drei Jahren eine weltweite Bewegung einleitete, war die Klimakrise im Bewusstsein vieler Menschen noch weit weg. Rasch änderte sich das. Die junge Schwedin fand viele Sympathisanten, aber mindestens ebenso viele, die sie zum Feindbild erkoren.

Dann kam Corona – und plötzlich schien die Klimakrise wieder weit weg. „Jetzt geht es um Wichtigeres – das Überleben der Menschen“ schien die Botschaft der Politik. Doch dann erschütterten uns die Bilder vom Tornado in Tschechien und nun vom Hochwasser in Deutschland und Belgien. Niemand kann glauben, dass eine derartige Katastrophe mitten in Europa überhaupt möglich ist. Uns in Niederösterreich ist eine ähnliche Katastrophe diesmal erspart geblieben – die Schäden sind aber auch so in Teilen des Landes groß. Dass nicht mehr passiert ist, war pures Glück.

Spätestens jetzt muss jedem klar sein: Die Klimakrise ist kein Orchideen-Thema für ein paar öko-bewegte Sonderlinge, sondern eine Frage des Überlebens. Die logische Konsequenz kann also nur sein, dass die Politik zu ähnlich drastischen Maßnahmen greift wie in der Corona-Politik. Und ja, auch in diesem Fall wird das ohne Eingriffe in unser Privatleben nicht möglich sein. Und ja, auch in diesem Fall werden wir auf manch Liebgewonnenes verzichten lernen müssen. Und ja, auch in diesem Fall werden manche auf die Straße gehen, weil sie gegen die Maßnahmen sind.

Die Alternative ist: So zögerlich weitermachen wie bisher. Die Rechnung dafür zahlen die nächsten Generationen – und zwar nicht irgendwo auf der Welt, sondern direkt in unserem schönen Niederösterreich.