Die NÖN setzt Zeichen. Über den NÖN-Leopoldpreis, der heuer wichtiger denn je ist.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 11. November 2020 (05:18)

2020 ist ein Jahr wie kein anderes. Es ist ein Jahr, in dem bislang Selbstverständliches in Gefahr zu sein scheint. Ein Jahr, in dem wir neue – mitunter besorgniserregende – Seiten an unseren Mitmenschen entdecken. Und es ist ein Jahr, in dem jeder von uns neue Wege gehen muss. Diese neuen Wege musste auch die NÖN suchen – beispielsweise bei der Verleihung des traditionellen NÖN-Leopolds.

Schon im Frühjahr war uns klar, dass die gewohnte Gala nicht stattfinden wird können. Schon im Frühjahr war uns aber auch klar, dass die NÖN als führendes Leitmedium Niederösterreichs gerade in einem Jahr wie diesem den Leopold vergeben muss – selbstverständlich unter Einhaltung der Covid 19-Beschränkungen. Denn der NÖN-Leopold ist gerade in Zeiten wie diesen mehr als ein Preis: Er ist ein starkes Signal der Zuversicht, er ist eine Würdigung außergewöhnlicher Leistungen, die wir jetzt mehr brauchen als je zuvor, und er ist ein Statement dafür, dass sich das Leben wieder normalisieren wird.

Ein Blick auf die Preisträger zeigt: Sie alle haben mehr getan, als notwendig war – sie alle haben es verdient, vor den Vorhang geholt zu werden. Das Familienunternehmen Klenk&Meder genauso wie Film-Star Ursula Strauss, die Historikerin Martha Keil gleichermaßen wie Sport-Urgestein Gunnar Prokop, der Verein Sirius ebenso wie die Lebensretter Angela Klier, Peter und Karin Unger sowie Franz Maderner und die Schülerinnen und Lehrkräfte der Tourismusschule St. Pölten. Sie alle sind Vorbilder – und zeigen, wie man aus Krisen rauskommt. Mit großem Engagement, kreativen Ideen, beständiger Hartnäckigkeit und einer kräftigen Portion Zuversicht.