Ein Lichtblick in Sicht. Über noch andauernde Corona-Beschränkungen in NÖ. Dennoch gibt es gute Nachrichten und eine Perspektive.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 03. März 2021 (03:34)

Zugegeben, es war alles andere als eine einfache Entscheidung, die von der Bundesregierung nach intensiven Beratungen mit Gesundheitsexperten zu Beginn der Woche getroffen werden musste. „Lockerungen – ja oder nein?“, lautete die zentrale Frage. Auf der einen Seite war der Ruf nach Öffnungen (vor allem) in Gastronomie, Kultur und Sport so laut wie nie zuvor.

Auf der anderen Seite sind – nicht zuletzt auch aufgrund der hohen Anzahl an durchgeführten Tests – die Infektionszahlen stark angestiegen. Niederösterreich verzeichnete bei der Sieben-Tage-Inzidenz am Montag sogar bundesweit den höchsten Wert.

Dennoch hat sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner schon vor dem Gipfel für „vorsichtige Öffnungsschritte“ ausgesprochen. Sie war damit nicht die Einzige. Zumindest auf einen sanften Kurswechsel der Corona-Strategie hatten mehrere Politiker aller Couleurs insistiert, um in der Bekämpfung der Krise den Fokus nicht nur auf das Infektionsgeschehen zu richten.

Viel mehr Beachtung sollten die psychische Belastung der Bevölkerung sowie die wirtschaftliche Komponente bekommen. Dem wird nun mit der Perspektive einer möglichen Schanigarten-Öffnung vor Ostern Rechnung getragen. Zudem ist ein weiterer Lichtblick essenziell: Durch die Öffnungsschritte im Handel und in Dienstleistungen wurden 20.000 Arbeitslose zurück in die Beschäftigung geführt.

Insgesamt konnten in den letzten drei Wochen in Österreich sogar 120.000 Menschen (viele retour aus der Kurzarbeit) wieder regulär ihren Job aufnehmen. Das zeigt, wie rasch Öffnungen zu positiven Effekten am Arbeitsmarkt führen können. Das sollte auch im April gelten – oder wann immer es so weit sein wird.