Es geht besser. Über die Sommerschule – eine gute Idee, die in der Umsetzung aber noch optimierbar ist.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 08. September 2021 (05:09)

Die Idee ist gut: Wer noch etwas Nachholbedarf beispielsweise in Deutsch oder Mathematik hat, geht zwei Wochen in den Ferien in die Sommerschule und startet dann auf Augenhöhe mit den Mitschülerinnen und Mitschülern in das neue Schuljahr. 6.300 Kinder nahmen dieses Angebot heuer an 180 Standorten an – doppelt so viele wie 2020. Ein schöner Erfolg.

Allerdings mit einem Schönheitsfehler: Denn an mehreren Standorten entfiel die Sommerschule komplett, weil nicht ausreichend Lehrkräfte zur Verfügung standen – beispielsweise in Horn, Raabs, Furth und Grafenegg. Im Schwechater Gym gab es nur Platz für 60 Kinder, obwohl sich 107 angemeldet hatten.

Beim Land verspricht man, für die Neuauflage 2022 nachzujustieren – und dafür auch das Gespräch mit dem zuständigen Minister Heinz Faßmann zu suchen. Denn einer der Knackpunkte dürfte die zentrale Organisation gewesen sein, die dazu führte, dass manchmal erst Tage vor Beginn der Sommerschule auffiel, dass Lehrpersonal an einem Standort fehlt.

Ein zweiter Knackpunkt war das Prinzip der Freiwilligkeit der Lehrkräfte. Der Ausweg aus Sicht von Bildungsdirektor Johann Heuras: Studentinnen und Studenten sollen künftig im Rahmen ihres Studiums dazu verpflichtet werden, in der Sommerschule zu unterrichten. Die Direktoren fordern darüber hinaus, dass bereits zu Schulschluss klar sein müsse, welche Lehrkräfte an welcher Schule unterrichten.

Aber egal, wie die Maßnahmen konkret aussehen: Entscheidend ist, dass nicht wieder zuviel Zeit verstreicht und die nächsten Wochen und Monate genutzt werden, damit 2022 wirklich alle Schülerinnen und Schüler, die es wollen, einen Platz in der Sommerschule haben.