Hoffnung für 2021. Über die Leserinnen und Leser der NÖN, die mit ihrem Rekord bei „Licht ins Dunkel“ ein positives Zeichen setzten.

Von Daniel Lohninger. Erstellt am 30. Dezember 2020 (05:20)

2020 war kein gutes Jahr für Menschen, deren Welt nicht einfach nur schwarz oder weiß ist. 2020 war stattdessen ein Jahr, das bei manchen Mitmenschen Hass, Verachtung und Ignoranz zutage förderte – manchmal recht lautstark artikuliert. Zumindest hat man diesen Eindruck, wenn man sich durch die Postings in den sogenannten Sozialen Medien scrollt. Aber: Es gibt auch eine andere, eine erfreulichere Facette des Jahres 2020. Viele Menschen helfen ihren in Not geratenen Mitmenschen – und das oft, ohne es groß hinauszuposaunen.

Das beste Beispiel dafür ist die Aktion „Licht ins Dunkel“: 150.000 Euro spendeten die Leserinnen und Leser der NÖN bis zum Heiligen Abend. Sie machten damit die NÖN nicht nur erneut zum größten Spender Niederösterreichs, sondern sorgten zudem für einen bemerkenswerten Rekord. Noch nie zuvor kam im Vorfeld der Livesendung auf ORF NÖ eine derart hohe Summe zusammen.

Diese Rekordsumme unterstreicht aber nicht nur die hohe Mobilisierungskraft der größten Kaufzeitung Niederösterreichs, sie zeigt auch, dass viele unserer Landsleute gerade jetzt auf ihre Mitmenschen achten. Dafür gebührt ihnen nicht nur der große Dank jener Menschen, die mit den NÖN-Spendengeldern unterstützt werden.

Es gilt ihnen auch der Dank der Gesellschaft. Denn der Erfolg der NÖN-Aktion für „Licht ins Dunkel“ zeigt auch, dass die Empörungskultur auf Facebook & Co nicht die echte Welt widerspiegelt. Die hat zum Glück viel mehr zu bieten – mehr Hoffnung, mehr Zuversicht und mehr Hilfsbereitschaft. Das alles werden wir 2021 besonders brauchen. Denn mit Zorn, Wut und Empörung wurden noch nie Probleme gelöst, nur neue geschaffen.