Mehr als nur ein Jubiläumsfest

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:32
Lesezeit: 2 Min
Über die Bedeutung der Feierlichkeiten zu 100 Jahre Niederösterreich, die am Wochenende ihren Höhepunkt erreichen.
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In Niederösterreich steht das gesamte Jahr 2022 ganz im Zeichen des 100-jährigen Bestandsjubiläums unseres Bundeslandes. Mit 1. Jänner 1922 trat per Gesetz die Trennung von Wien in Kraft. Am kommenden Wochenende erreichen diese Feierlichkeiten nun ihren absoluten Höhepunkt. Dann wird mit 22 Bezirksfesten – in jeder der 20 Bezirkshauptstädte, in der Statutarstadt Waidhofen/Ybbs sowie in Klosterneuburg – dem historischen Ereignis gedacht.

Während hierzulande stolz die Eigenständigkeit und Entwicklung des größten Bundeslandes präsentiert wird, ist das Jubiläum in der Bundeshauptstadt Wien nicht mehr als eine Randnotiz. Auch in Niederösterreich gab es durchaus kritische Stimmen, die wenig Gefallen an den Feierlichkeiten zu Zeiten eines Krieges in Europa und einer massiven Teuerungswelle gefunden haben. Doch dieser Fokus auf „100 Jahre Niederösterreich“ ist mehr als nur ein Fest.

Es ist einerseits eine Leistungsschau von Kultur, Brauchtum und Volkstümlichkeit, die sich in den letzten Jahrzehnten zu einem stabilen Faktor im Land entwickelten – getragen von einem ausgeprägten Vereins- und Freiwilligenwesen, das unser Bundesland besonders auszeichnet.

Andererseits sind die Feierlichkeiten mit den zahlreichen Aktivitäten rundherum auch ein Bewusstmachen, was Niederösterreich in den vergangenen 100 Jahren durchgemacht und erreicht hat. Der Aufbau nach den Kriegsjahren, die Positionierung im Zentrum Europas nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ im Jahr 1989 und die Entwicklung von einem stark agrarisch geprägten Land hin zu einem anerkannten Wissenschaftsstandort.

Der Blick zurück zeigt aber auch, dass das eigenständige und selbstbewusste Niederösterreich für neue Herausforderungen bestens gerüstet ist. Und diese kommen angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen so sicher wie die 100-Jahr-Feiern am kommenden Wochenende.

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