Unabhängigkeit hat einen Preis

Über die Vorschläge für eine Medienförderung, die Qualität fördert. Die NÖ Nachrichten erfüllen schon jetzt alle Kriterien.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 05:00
Lesezeit: 1 Min

Medienpolitik ist üblicherweise etwas, das nur Experten interessiert – zum Aufreger taugt die sperrige Materie selten. Die Ermittlungen der WKStA rund um Geldflüsse des Finanzministeriums zur Tageszeitung „Österreich“ und die vermutete Verbindung zu Ex-Kanzler Sebastian Kurz haben das geändert: Die Medienpolitik wurde zum Stammtisch-Thema. Der Verdacht: Die Politik kauft sich positive Berichterstattung. Unterschieden wird selten, alle Medien landen in einem Topf.

Ein bisschen haben wir Medienmacher uns das verdient. Zu selten haben wir auf unsere unverzichtbaren Leistungen für die Demokratie hingewiesen. Zu selten betont, dass man Berichterstattung nicht kaufen kann. Und zu selten haben wir erklärt, dass ausgebildete Journalisten nicht mit Leser-Reportern oder Facebook-Schreibern zu vergleichen sind.

Der Kommunikationsforscher Fritz Hausjell fordert jetzt, dass die Medienförderung komplett neu organisiert wird. Was künftig zählen soll, sind eine hohe Zahl der angestellten Journalistinnen und Journalisten, laufende Investitionen in die Aus- und Fortbildung sowie das Vorhandensein eines Redaktionsstatutes.

Die NÖN erfüllt alle diese Kriterien. Mit 70 angestellten Redakteurinnen und Redakteuren sind wir der weitaus größte journalistische Arbeitgeber im Land. Ein Redaktionsstatut sichert die Unabhängigkeit der Redaktion innerhalb des Medienhauses. Und in der NÖN-Akademie werden unsere Journalistinnen und Journalisten – auch die über 400 freiberuflichen – laufend von Experten geschult.

Aktuell erhält die NÖN dafür nur 100.000 Euro an Presseförderung – bei etwa 30 Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Ja, der Bund schaltet auch in der NÖN Inserate – um Millionenbeträge geht es da freilich nicht. Tatsächlich finanzieren großteils Sie als Leserinnen und Leser sowie lokale und regionale Betriebe und Institutionen unsere objektive, unabhängige und kritische Berichterstattung.

Dafür ein großes Dankeschön!