Masern – eine Frage der Verantwortung. Über Masern zwischen Kritikern und Meinungsbildung.

Von Christine Haiderer. Erstellt am 07. Mai 2019 (02:03)

Der Mensch muss Dinge hinterfragen, skeptisch sein. Die erstbeste Kritik, die einem manchmal präsentiert wird, einfach zu glauben, reicht dabei aber nicht aus. Auch sie muss hinterfragt werden. Egal ob politische Aussagen oder gesundheitliche. Jeder hat Absichten hinter dem, was er tut und sagt. Und nicht immer stecken Argumente dahinter.

Umso mehr ist es an einem selbst zu überlegen: Welche Argumente gibt es? Welche sind absurd? Welche nicht? Und: Welche kann ich persönlich vertreten?

Gerade wenn es um gesundheitliche Entscheidungen geht, braucht es oft auch mehr Informationen. Informationen von Ärzten, die Patienten tagtäglich über Risiken und mögliche Folgen aufklären und informieren.

Insbesondere beim Impfen kann sich die Frage stellen: Was ist schlimmer? Mögliche Nebenwirkungen der Impfung oder mögliche Folgen der Krankheit? Bei Masern können Letztere schwerwiegend sein, in einzelnen Fällen sogar tödlich. Will ich dafür verantwortlich sein, wenn sich jemand bei mir ansteckt, und dann schwer erkrankt oder Schlimmeres – nur, weil ich nicht geimpft war? Wenn jeder mehr sich und andere hinterfragt und nachfragt, vielleicht ist eine Debatte zur Impfpflicht dann nicht mehr nötig.