Mehr als nur ein Mahnmal

Über Straßen, die auch heute noch wie Nazis heißen.

Lisa Röhrer
Lisa Röhrer Erstellt am 13. Oktober 2021 | 05:00

In Salzburg wird über Straßennamen gestritten, die nach Nazis oder Antisemiten benannt sind. Alleine ist die Mozart-Stadt damit nicht: Auch in NÖ wimmelt es von belasteten Straßen, gewidmet Ferdinand Porsche, der Panzer für das Hitler-Regime herstellte, oder Otto Tschadek, der Blutrichter war. Diskutiert wurde darüber bisher aber nur in einzelnen Gemeinden.

Wie viele Straßen im ganzen Land Unwürdige würdigen, wurde bisher nicht erforscht. Und bei jenen, deren unrühmliche Historie bekannt ist, ist oft bis heute nichts passiert.

Notwendig ist jedoch auch in NÖ eine breite Debatte darüber. Damit wird die Vergangenheit unseres Landes in den Mittelpunkt gerückt und gezeigt, wozu Menschen fähig sind. Wichtige Aufklärungsarbeit findet so im öffentlichen Raum statt und erreicht mehr Menschen als in Schulen oder Forschungsinstituten. Das ist nötig, um die Demokratie zu stärken und vor autoritären Entwicklungen zu schützen.