Mehr Mut in der Schule, jenseits der Bürokratie. Thomas Jorda über die überraschend große Kreativitätjunger Menschen im Land.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 08. September 2014 (09:27)
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Trotz einer Schulpolitik, die viel zu wenig dafür tut. 340 Arbeiten nahmen beim Literaturwettbewerb 2014 von Forum Land teil, 165 Projekte für das Viertelfestival Industrieviertel 2015 wurden eingereicht. Zahlen, die von großer Kreativität im Land zeugen.

Kaum zu glauben, wie viele junge Leute dabei mitmachen. Und sie stehen nicht alleine da. Eine bemerkenswert große Zahl von Kindern und Jugendlichen lernt in Musikschulen, spielt in Blaskapellen, macht bei Amateurtheatern mit, betreibt Sport (ja, auch Fußball & Co. können kreativ sein!), engagiert sich in der Kirche oder hilft bei sozialen Projekten mit!

Die Schule hat begonnen. Sie könnte und sollte ein Hotspot dieser Kreativität sein. Junge Menschen zum schöpferischen Tun zu führen, das ist eine der wichtigsten Aufgaben der Pädagogik. Dazu braucht es aber starker Lehrerinnen und Lehrer, die Mut und Kraft haben, die sichere Seite der Bürokratie zu verlassen und neue, gewagte, unsichere (aber kreative) Wege zu gehen. Bloß ist die heimische Schulpolitik nicht dazu angetan, den Pädagogen jenen Mut und jene Kraft zu geben, die sie für einen gelingenden Unterricht brauchen. Da ist noch sehr viel zu tun!