Mutterland?.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 30. Januar 2018 (01:22)

Sie habe sich ja nur ein „fettes Karenzgeld“ sichern wollen. Wer denn ihren Job mache, wenn das Baby erst mal da sei? Anwürfe wie diese muss sich Ministerin Elisabeth Köstinger via Social Media gefallen lassen, seit sie ihre Schwangerschaft verkündet hat.

Köstinger kann sich darüber jetzt mit der neuseeländischen Premierministerin Jacinda Ardern unterhalten, die ebenfalls Mutter wird. Und dafür auch eine Menge von unqualifizierter Kritik einstecken musste.

Da stehen wir also im Jahr 2018: Frauen sollen zwar Kinder bekommen – das ist bitte auch politischer Wille – aber sie sollen eher nicht schwanger werden. Und wenn, dann ab nach Hause, weil sonst ist frau ja eine Rabenmutter. Und Schwangerschaft bitte auch zur richtigen Zeit, weil echt, so kurz nach den Wahlen, muss das sein? Frau Köstinger sei es darum gegangen, sich noch flott wirtschaftlich abzusichern, labern manche. Was uns das sagt? Der Weg zur Gleichstellung ist noch ein langer!