Baumeister und Lederer kennen das Zauberwort. Bernhard Schiesser über das simple Erfolgsrezept von Fußball-Bundesligist Admira.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 30. Januar 2018 (02:00)

Wenn eine Mannschaft wie die Admira auf Platz vier überwintert, dann wecken deren Kicker Begehrlichkeiten anderer Klubs. Abwehrchef Markus Wostry wechselt im Sommer zum LASK, wird bis dahin zur Strafe am Abstellgleis geparkt. Nach Christoph Knasmüllner streckten einige englische Vereine ihre Fühler aus. Kein Wunder, schießt ein Mittelfeldspieler in einem Jahr 17 Tore und bereitet acht weitere vor, dann schlagen bei den internationalen Scouts die „Feuermelder“ an.

Die Verletzungen von Kapitän Daniel Toth und von Stürmer Dominik Starkl nähren bei den Admira-Fans zudem die Befürchtungen, dass der positive Lauf jäh zu Ende sein wird. Trainer Ernst Baumeister bleibt dennoch stoisch, ja fast schon überheblich ruhig. Ausgerechnet sein Vorgänger, der nunmehrige St. Pölten-Trainer Oliver Lederer, springt dem Trainerroutinier zur Seite.

Die nächsten Admira-Talente stünden längst bereit und würden vielleicht sogar noch besser sein als ihre prominenten Vorgänger. Und dann lässt es Lederer endlich fallen – das Zauberwort. Akademie! Sie sorgt dafür, dass bei der Admira der Fluss an guten Spielern nicht versiegt. Eine Erkenntnis, die langsam auch in St. Pölten reift. Besser spät als nie.