Der SKN würde am kürzeren Ast sitzen. Bernhard Schiesser über das Interesse von Rapid an St. Pölten-Trainer Didi Kühbauer.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 01. Oktober 2018 (11:40)

Das 2:0 des SKN St. Pölten gegen Rapid könnte zu einem Pyrrhussieg werden. Die Grün-Weißen wollen am Dienstag ihren neuen Trainer bekannt geben. St. Pöltens Didi Kühbauer dürfte der Topkandidat sein.

Das macht aus Sicht der Hütteldorfer durchaus Sinn. Sportlich sowieso. Kühbauer hat in St. Pölten bewiesen, dass er einer verunsicherten Mannschaft sehr rasch Struktur geben und sie wieder in die Spur stellen kann. Ein weiterer Grund wiegt noch schwerer. Kühbauer hat jene Strahlkraft, um den Hütteldorfern das zu geben, was sie dringend brauchen, nämlich Ruhe und Souveränität.

Fakt ist aber freilich, dass der Erfolgscoach beim SKN St. Pölten bis Saisonende ohne Ausstiegsklausel unter Vertrag steht und es, im Fall der Fälle, dem Wohlwollen der Niederösterreicher bedürfen würde.

Auch wenn St. Pöltens Generalmanager Andreas Blumauer beteuert, nicht im Entferntesten daran zu denken, seinen Trainer ziehen zu lassen, ist er ein Sitzriese. Es ist im modernen Fußballbusiness schon auf dem Spielersektor schwierig, Abwanderungswillige zu halten. Bei den Trainern ist das beinahe unmöglich. Zumindest ein angemessenes „Schmerzensgeld“ wäre den St. Pöltnern allerdings sicher.