Ein Urteil für St. Pölten und Wiener Neustadt. Bernhard Schiesser über den Hartberger Gang zum „ständig neutralen Schiedsgericht“.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 23. Mai 2018 (02:06)

Eigentlich sollten Niederösterreichs Bundesligaklubs SKN St. Pölten und SC Wiener Neustadt nach dem Pfingstwochenende beruhigt durchatmen können. Hartberg fixierte Platz zwei in der Sky Go Ersten Liga und blieb auch in zweiter Instanz ohne Lizenz für die Tipico Bundesliga in der nächsten Saison. Die zwei Relegationsspiele würden damit also entfallen. St. Pölten wäre kampflos gerettet, Wiener Neustadt müsste eine Etage tiefer in der letzten Runde Rang drei gegen Ried verteidigen, um fix aufzusteigen.

Niederösterreich hätte damit erstmals seit der Saison 1993/94 – damals Admira Wacker, VfB Mödling und die VSE St. Pölten – drei Vertreter in der obersten Liga. Doch die Hartberger haben vor, die quantitative blau-gelbe Dominanz im heimischen Kick zu verhindern. Die Oststeirer wollen beim „ständig neutralen Schiedsgericht“ die Lizenz doch noch erwirken. Dort prüft ein unabhängiger Richter, ob die Gremien der Bundesliga formal korrekt entschieden haben.

Wie die Chancen auf die Hartberger Lizenz stehen? Eigentlich schlecht, aber eine gewisse Unsicherheit bleibt. Wie heißt es so schön: Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand …