Langer Ast trifft lange Leitung. Wolfgang Wallner über das Tauziehen zwischen der Admira und Stürmer Christoph Monschein.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 20. Juni 2017 (02:41)

Wenn ein Fußballprofi wegwill, sitzt er am längeren Ast. Diese bittere Erkenntnis dämmert auch der Admira in der Causa Monschein. Auch wenn die Südstädter beteuern, dass die Tür für den Stürmer offen bleibt: Christoph Monschein wird wohl nicht mehr für die Niederösterreicher kicken.

Zwischen der Admira und Monschein-Berater Christian Sand scheint keine Gesprächsbasis mehr vorhanden. Sand pocht darauf, dass die von der Admira gezogene Vertragsoption mangels adäquater Aufbesserung von Monscheins Salär ungültig ist. Sein Schützling tauchte nicht beim Admira-Training auf, hält sich selbständig fit. Ein riskantes Spiel auf Zeit. Beide Seiten stehen auf der „langen Leitung“. Jeder weiß, dass er sich bewegen muss. Keiner will den ersten Schritt machen.

Die Admira braucht einen Monschein-Ersatz, der abwanderungswillige Stürmer Klarheit, wohin die Reise geht. Mitten in einem schwebenden Verfahren wird wohl kein Klub den Torjäger verpflichten.

Was seinen Abgang betrifft, hat Monschein bewiesen, dass er am längeren Ast sitzt. Was die Modalitäten betrifft, schaut’s wieder anders aus. „Herschenken“ wird die Admira ihre heißeste Aktie nicht.