Schinkels hat mehr drauf als flotte Sprüche. Bernhard Schiesser über die unschöne Begleitmusik zum Abgang von SKN-Sportmanager Frenkie Schinkels.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 07. Juni 2017 (03:00)

Als Frenkie Schinkels 2014 seinen Job als Sportmanager beim SKN St. Pölten antrat, war die Anerkennung der St. Pöltner seine wichtigste Triebfeder. „Wenn ich mit dem SKN aufsteige, dann stellen sie mir ein Denkmal auf“, war sich Schinkels damals sicher.

Zwei Jahre später stieg er tatsächlich auf, schaffte mit dem SKN in der abgelaufenen Saison trotz geringsten Budgets aller Bundesligisten den Klassenerhalt. Denkmal stellten ihm die St. Pöltner trotzdem keines auf. Vielmehr verjagten sie ihn mit nassen Fetzen.

Was nach seiner Ablöse in sozialen Netzwerken abging, war vollkommen unter der Gürtellinie. Häme, Hass und haltlose Anschuldigungen – SKN-Generalmanager Andreas Blumauer hat schon Recht, wenn er meint, Schinkels sei überall beliebter als in NÖ.

Vor allem den St. Pöltnern schmeckt es überhaupt nicht, dass ein nach seiner Kickerkarriere spektakulär Gescheiterter sich erdreistete, wieder aufzustehen. Zugegeben, seine große Klappe war dabei Wegbereiter. Als sprücheklopfender Fußballclown wird man aber weder als Trainer Meister mit der Wiener Austria noch führt man den SKN St. Pölten als Sportmanager in die Bundesliga. Das sind die – für manche bitteren – Fakten.