Sport! Erhebe dich mit Stolz!

Erstellt am 15. April 2020 | 00:56
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Über den Stellenwert des Sports in der Coronakrise.
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Niederösterreich hängt sich gerne das Schild „Kulturland“ um. Zurecht. Was Blau-Gelb an Theater, Konzerten oder Ausstellungen zu bieten hat, ist aller Ehren wert. Viel mehr noch ist Niederösterreich aber ein Sportland. Und auch darauf darf man durchaus selbstbewusst verweisen. Die Zahlen lügen nicht. Vor allem, wenn man sich jene hernimmt, die veranschaulichen, wie viele Menschen der Sport Woche für Woche bewegt.

Die Bundesligisten Admira und St. Pölten werden oft ob ihrer Zuschauerzahlen verspottet. Das NÖ-Derby am 16. Februar besuchten 3.000 Menschen. Wenig? Wie viele Kulturveranstaltungen in Niederösterreich können damit Schritt halten?

Jetzt noch überschlagsmäßig an die 250 Amateurspiele gedacht, die normalerweise an einem April-Wochenende über die Bühne gehen, mindestens noch einmal so viele Nachwuchsspiele. Und dann nicht vergessen, alle anderen Sportarten aufzusummieren. Da kommt ordentlich was zusammen…

Sei‘s drum. Es geht auch gar nicht darum, den Sport mit der Kultur in einen Wettbewerb zu schicken. Noch weniger sinnvoll ist es, beide gegeneinander auszuspielen. Sport und Kultur sind gleichermaßen wichtig.

Beide leiden gleichermaßen unter dem Coronavirus und dem einhergehenden, bis Ende Juni andauernden Veranstaltungsverbot. Und deshalb darf auch der Sport selbstbewusst aufstehen und Unterstützung fordern, um die Krise zu bewältigen.

Wenn jetzt manche empört aufschreien, weil sie an überbezahlte Fußballprofis denken, dann ist das ihre Sache. Da steckt weit mehr dahinter. Wollen wir nachrechnen?