St. Pölten wird bis zum Schluss leiden müssen. Bernhard Schiesser über den Weg des SKN St. Pölten zum Klassenerhalt in der Tipico Bundesliga.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 08. Mai 2018 (02:15)

Jetzt sind sie also da, die Lizenzbescheide der Bundesliga. Der Senat 5 verweigerte dem TSV Hartberg in erster Instanz das „Pickerl“ für die Tipico Bundesliga. Das kam für viele nicht überraschend. Sehr wohl erstaunlich ist, in welcher Deutlichkeit das Urteil begründet wurde. Aus rechtlichen, infrastrukturellen und finanziellen Gründen wurde den Oststeirern die Lizenz verwehrt. Hartberg kündigte an zu berufen und Unterlagen nachzureichen.

Wie die Chancen dafür stehen? Aussichtslos, wenn man die Urteilsbegründung aufmerksam liest. Hinter dem rechtlichen Grund verbirgt sich eine Fristversäumnis bei der verpflichtenden Ausgliederung des Spielbetriebes in eine Kapitalgesellschaft. Wie soll eine versäumte Frist „nachgereicht“ werden?

Das bedeutet für den SKN St. Pölten, dass er ohne Relegation oben bleibt, sofern die Hartberger unter den Top drei der Aufstiegsaspiranten aus Liga zwei bleiben. Bis Freitag 19.45 Uhr lief’s für die St. Pöltner Daumendrücker ziemlich gut. Die Live-Tabelle wies für Hartberg satte neun Punkte Vorsprung auf Wiener Neustadt aus. Dann entschied der Fußballgott, dass er die St. Pöltner noch ein wenig leiden lassen will. Recht hat er, zumindest das haben sie redlich verdient.