Wer aufreibt, der sollte dann auch zuschlagen. Bernhard Schiesser über den abgesagten Trainerwechsel beim SKN St. Pölten.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 27. März 2018 (01:26)

Oliver Lederer wird auch am Samstag noch auf der Bank des SKN St. Pölten sitzen. Wer vor einer Woche darauf wetten wollte, dem wäre eine hohe Quote angeboten worden.

Wie der Doch-Nicht-Trainerwechsel beim Landeshauptstadt-Klub ablief, lässt tief blicken. Im Versuch, nicht in die nächste Fehlentscheidung zu stolpern, traf man sie erst gar nicht.

Festzuhalten ist: Interimspräsident Helmut Schwarzl, Generalmanager Andreas Blumauer und Sportbeirat Thomas Nentwich – die Entscheider beim SKN – bereiteten mit kaum missinterpretierbaren Aussagen einen Trainerwechsel vor. Lederer hing tagelang in der Luft, um dann doch bestätigt zu werden. Offenbar, weil man sich auf keinen Nachfolger einigen konnte bzw. der Zeitpunkt dann doch nicht als ideal erachtet wurde. Leadership sieht anders aus.

Unwürdig ist das ganze Theater obendrein. Nicht, dass einem Trainer im Profifußball leidtun müssten. „Hire and fire“ gehört zum gut dotierten Job. Lederer, der sich übrigens stets korrekt gegenüber Klub und Mannschaft verhielt, hat sich so einen Umgang nicht verdient. Gerade jetzt wären ihm Siege zu wünschen. Man wird ja noch träumen dürfen …