Die Klima-Krise. Über das für viele Parteien schwierige Thema Umwelt.

Von Thomas Hofer. Erstellt am 03. September 2019 (04:30)

2017 stellte das Thema Migration und Integration alles in den Schatten. Diesmal ist das Thema laut allen Umfragen der Klimawandel. Das ist spannend genug, denn an sich ist uns allen seit langer Zeit bewusst, welche Entwicklungen durch übermäßigen CO 2-Ausstoß drohen.

Erst mit Unterstützung durch das extreme Wetter und einige Gruppierungen, etwa Greta Thunbergs „Fridays for Future“-Bewegung, kam es aber dazu, dass das Thema im Wahljahr so richtig abhob. Seither sind alle Parteien irgendwie grün. Die ÖVP entdeckte die ökosoziale Marktwirtschaft aus den 80ern wieder, die SPÖ will einen Klimakonvent veranstalten und sogar die FPÖ postet vermehrt Fotos ihrer neuen Nummer 1, Norbert Hofer, beim Garteln.

Ob das alles glaubwürdig ist, sei dahingestellt. Wirklich lustig allerdings werden die Debatten, wenn es um die konkreten Folgen einer stärker auf das Thema Umwelt konzentrierten Politik geht. Da sind dann vor allem die breiter aufgestellten Parteien sehr rasch beim Abwinken. Für das Klima den Fleischkonsum einschränken oder Fleisch gar teurer machen? Sicher nicht, die Initiativen mit dem Motto „Rettet das Schnitzel“ waren schnell gestartet. Das Dieselprivileg aufheben? Wo kommen wir da hin, man kann doch nicht die Pendler belasten.

Ja, das Thema Klimawandel ist wohl ein wichtiges in diesen Wochen. Aber es bleibt bloß an der Oberfläche, weil in Wahrheit keine Partei über die Folgen eines Umbaus unseres Alltags reden will. Nicht einmal die Grünen. Und jedenfalls nicht im Wahlkampf.