Erstellt am 28. April 2013, 16:58

PRO & KONTRA. Die Theorie hinter Homöopathie ist wissenschaftlich nicht haltbar, sie widerspricht gut überprüften naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Dennoch könnte sie theoretisch auf eine noch unbekannte Art wirken.

 |  NOEN

PRO:
Monika Steinkellner,
NÖ Landesreferentin der Gesellschaft für Homöopathische Medizin und Allgemeinmedizinerin, Niedernondorf


Wer einmal bei einem Problem ein für ihn wirksames Arzneimittel eingenommen hat, fragt nicht mehr nach Studienergebnissen. Wer hilft, hat Recht! Darüber hinaus gibt es aber mittlerweile auch viele Studien, die die Wirksamkeit nachweisen können. Zum Beispiel die ADHS-Studie von Heiner Frei. Erstaunlich sind auch die Ergebnisse einer Forschergruppe rund um Prasanta Banerji in Indien, die seit 1990 über 20.000 Krebspatienten ausschließlich homöopathisch behandelt hat. Bei 20 Prozent davon hat sich der Tumor zurückgebildet, bei weiteren 20 Prozent stoppte die Behandlung das Fortschreiten der Krankheit. Ich bin überzeugt davon, dass Homöopathie hilft. Und: Die Physik wird einmal ein Erklärungsmodell liefern.

KONTRA:
Jörg Wipplinger,
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Department für Evidenz-basierte Medizin und Klinische Epidemiologie, Krems


Die Theorie hinter Homöopathie ist wissenschaftlich nicht haltbar, sie widerspricht gut überprüften naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Dennoch könnte sie theoretisch auf eine noch unbekannte Art wirken. Um das herauszufinden, muss man die Studienlage dazu betrachten. Bei unserer Plattform www.medizin-transparent.at interessieren wir uns nicht für Expertenmeinungen, sondern schauen uns Studien an. Dabei ist es wichtig, nicht nur einzelne Studien, sondern die gesamte Studienlage zu betrachten und zu unterscheiden, welche Studien eine gute Qualität haben und welche nicht. In Bezug auf Homöopathie ist die Datenlage mittlerweile sehr gut. Und es ist relativ eindeutig, dass Homöopathie nicht über den Placebo-Effekt hinaus wirkt.

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