Ranking als Ausweis der Inkompetenz. Bernhard Schiesser über die förderrelevante Reihung der Sportverbände.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 20. Oktober 2014 (12:03)

Der Aufschrei nach den medaillenlosen Olympischen Spielen war 2012 groß. Eine Folge war die Änderung des Fördersystems – weg mit der Gießkanne, her mit gezielter, leistungsbezogener Unterstützung. 

Was von der Idee her richtig ist, wurde in der Umsetzung vollends in den Sand gesetzt. Das eben veröffentlichte Ranking der Sportverbände, nachdem sich ein Teil der Förderung richtet, ist ein schlechter Witz. Man muss fast dankbar dafür sein, dass dieses Ranking den Handballverband auf Rang 37 ausweist. Jenen ÖHB, der sich in den vergangenen Jahren laufend für Großveranstaltungen qualifizierte und auch in den Endrunden positiv auffiel.

Jene Handballer, die seit Jahren der Großmacht Deutschland sportlich auf der Nase herumtanzen. So führt sich dieses Ranking wenigstens auf peinliche Art und Weise selbst ad absurdum. Die Dreistigkeit, die Fördergelder auf Basis dieses lächerlichen Rankings zuzuteilen, werden die Verantwortlichen jetzt nicht haben. Oder? Diese Frage gilt es, in Österreichs (Sport)-Politik leider zwingend zu stellen.