Reintesten? Die Idee lohnt sich. Über lösungsorientierte Ansätze in der Pandemie-Bekämpfung.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 13. Januar 2021 (06:47)

Was wir im abgelaufenen Jahr gelernt haben? Auch wenn viele Prognosen, die mit Corona zusammenhängen in die Kategorie Kaffeesudleserei fallen, sind sie wichtig. Sie liefern nämlich im Ansatz Perspektiven.

Ja, es gibt aktuell Entscheidenderes, als die Frage, ob und wann wieder flächendeckend Fußball gespielt werden kann. Unwesentlich ist sie aber nicht, weil es tausenden Menschen wichtig ist.

Hier also der Blick in das Kaffeehäferl: Die Impfungen werden die Frühjahrsmeisterschaft kaum retten. Pflegeheimbewohner gehen selten auf den Fußballplatz und kicken viel seltener selbst. Und dass bis Sommer flächendeckend geimpft wird, zeichnet sich aktuell eher nicht ab.

Lohnender könnte die Idee des „Reintestens“ sein. Grob könnte das folgend funktionieren: Wer Fußball spielen will, muss sich regelmäßig testen lassen. Wer Fußball vor Ort schauen will, muss ebenfalls ein negatives Testergebnis bestimmter Aktualität vorweisen.

Entscheidend dabei: Es braucht dafür dauerhaft die Möglichkeit, sich gratis und geografisch zumutbar testen zu lassen. Ja, darüber hinaus gilt es noch viele Detailfragen zu klären, aber was wäre die Alternative? Wer kritisiert, der sollte auch Lösungen anbieten. Also: Bei allem Verständnis für Test- oder gar Impfgegner – wo sind ihre konstruktiven Lösungen? Sich die Augen zuhalten und laut Lalala schreien, ist mittlerweile sogar bei Kleinkindern verpönt.