Schildbürgerstreich bringt Mega-Stauchaos. Heinz Bidner über das Stauchaos in der Wiener Westeinfahrt und die Auswirkungen auf Pendler aus NÖ.

Von Heinz Bidner. Erstellt am 16. Juni 2014 (08:21)

Klar. Gute Straßen will jeder Autofahrer haben. Die dazu nötigen Sanierungsarbeiten samt Verkehrsbehinderungen mag aber keiner. Ein Zwiespalt. Manchmal sorgen aber auch miserable Planungen für unnötige Mega-Staus. Negatives Vorzeigebeispiel ist die Wiener Westeinfahrt, die vergangene Woche wegen Bauarbeiten samt Spursperren zum Nadelöhr wurde.

Höhepunkt war am Mittwoch, wo in der Früh über eine Stunde Zeitverlust die Folge war. Tausende Pendler aus NÖ kamen zu spät in die Arbeit. Besser wäre es gewesen, die Bauarbeiten erst in den verkehrsärmeren Monaten Juli und August durchzuführen, in den Stoßzeiten einzuschränken und hier die Spuren weitgehend freizugeben. Und dabei die Hauptarbeiten weitgehend in die Nacht und auf die Wochenenden zu verlegen.

Bis Anfang November wird uns diese Baustelle – hoffentlich mit geringeren Auswirkungen – noch verfolgen. Die einzige –  sogar günstigere – Alternative dazu wäre der Umstieg auf Öffis. Man könnte fast meinen, dass hinter diesem Baustellen-Schildbürgerstreich der Stadt Wien das Kalkül steckt, die ungeliebten Auto-Pendler aus NÖ genau dazu zu bewegen.