Sieggefahr zu groß. Über die Ablöse von Admira-Trainer Klaus Schmidt.

Von Bernhard Schiesser. Erstellt am 25. Februar 2020 (04:18)

Spätestens seit Sonntag ist klar: Felix Magath nimmt sein Engagement bei der Admira ernst. Die deutsche Trainerlegende kam nicht als Grüß-August oder Marketing-Gag in die Südstadt. Magath kam, um die Admira nach seinen Vorstellungen zu gestalten.

In diesen hatte der erdige Trainer Klaus Schmidt keinen Platz. Natürlich wird jetzt versucht, den Kurswechsel mit der fehlenden sportlichen Entwicklung zu rechtfertigen. Die Wahrheit ist der Öffentlichkeit schwer zuzumuten. Nämlich, dass Magath schon den Stab über Schmidt brach, ehe die Frühjahresmeisterschaft überhaupt losging. Anders ist es nicht zu erklären, dass Magath die wirklich allererste Gelegenheit wahrnahm, um Schmidt den Weisel zu geben.

Der Auftritt der Admira beim 2:2 in St. Pölten war nämlich durchaus in Ordnung. Nach der schlechten Leistung gegen Sturm – immerhin ein Team mit Europacup-Ansprüchen – war Schluss. Auf die Admira warten mit Wattens und Altach zwei Aufgaben, bei denen durchaus Punkte zu erwarten sind. Und zwar egal, wer auf der Betreuerbank sitzen wird. Diese „Gefahr“ war Magath zu groß. Nach Siegen sind Trainerwechsel eher sperrig zu rechtfertigen…

Leid muss einem Klaus Schmidt dennoch nicht tun. Er stellte in den knapp fünf Monaten seiner Amtszeit unter Beweis, dass er einer toten Mannschaft Leben einhauchen und ihr Struktur geben kann. Es wird in dieser Meisterschaft noch Vereine in der Bundesliga geben, die genau so einen Trainer suchen werden. Wetten?!