Sparquote rasselt weiter in den Keller. Heinz Bidner über die Gründe, warum die Sparquote seit Jahren immer tiefer sinkt.

Von Heinz Bidner. Erstellt am 20. Oktober 2014 (10:05)

Die Sparquote ist weiter im Sinkflug. Daran wird auch der Weltspartag wenig ändern.Auslöser war die Finanz- und Wirtschaftskrise, die im Herbst 2008 ihren Ausgang nahm. Im Jahr davor wurden 11,6 Prozent des verfügbaren Einkommens gespart, im ersten Quartal 2014 nur mehr 6,1 Prozent.

Es gibt ja auch Alternativen. Die Menschen haben durch die Krise gelernt, dass Immobilien zu den sichersten Anlageformen zählen. Nicht ohne Grund sind die Preise speziell in guten Wohnlagen in den letzten Jahren deutlich stärker gestiegen als die Einkommen. Dazu kommt, dass der Konsum tendenziell wächst, da viele das Sparen schlichtweg kaum gelernt haben. Nicht zuletzt ist die historische Niedrigzinsphase wenig attraktiv für Geldveranlagungen.

Dass das klassische Sparbuch – wenngleich auch bei niedrigeren Sparbeträgen – weiterhin beliebt ist, liegt am Sicherheitsdenken der Österreicher. Immerhin sind bis zu 100.000 Euro pro Person und Institut durch die Einlagensicherung krisenfest veranlagt. Im internationalen Vergleich kann die heimische Geldwirtschaft aber immer noch gut atmen. Im EU-Schnitt lag die Sparquote zuletzt nur noch bei 5,2 Prozent.